ikeaisch, neue weltsprache

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völkerverbindende Nerine


hier haben sich Österreich und Deutschland getroffen.
Bei einem Besuch in Münchendorf habe ich in einem
Vorgarten Nerinen gesehen. Die Hausherrin hat mir
dann im Herbst Zwiebeln geschickt, die jetzt bei uns
geblüht haben. Danke liebe Österreicherin.

e n t s c h l e u n i g u n g

sei ganz bei dir
zünde eine Kerze an,
bewundere eine frische blüte,
die sich gerade für dich geöffnet hat,
erinnere dich an den sonnenuntergang in ben haddou,
schmecke den roten zweigelt von pannobile.
jetzt bis du bereit
für die töne aus
der cd,
gespielt nur für dich von 2 freunden, die sich nichts
mehr beweisen müssen. jasmine von
KEITH JARRET und CHARLIE HADEN are on the air, listen


 

…..my absolute  favorite: good bye

fokussiert

jetzt weis ich, was Roy Maldoun mit „fokussiert „meint.
Gestern bin ich nach einem Besuch beim Beranek
weinselig mit der BM 60 in Richtung Hietzing unterwegs
gewesen. In einer der alten hochbeinigen Version.
Am Maurer Hauptplatz beobachte ich einen Mann
mit dunkler Künstlermähne und Papieren auf dem Knie,
zuckend. Habe mir zuerst nichts gedacht. Konnte es
aber nicht lassen 2 Reihen vor mir genauer zu
schauen. Das Zucken ging weiter. Jetzt waren wir beim
Kardinal König Platz. Es ging dann leicht rumpelnd in
die Kurve, da sah ich die Notenblätter. Als wir in
Hietzing beim Plachutta ankommen, nehme ich war,
das er eine Partitur dirigiert. Die Fahrt dauert so 35
Minuten. Jetzt hörte ich auch sein leises Summen
dazu. Er fühlte sich unbeobachtet und ich hatte das
Vergnügen einen zukünftigen Dirigenten bei der Probe
zu beobachten. Fokussiert …. eben. Ein magischer

Moment in Wien

vodafonitis

in der Linie 2 in Wien fing der Alptraum an. Hinter uns saß
eine ältere gestylte Frau und  unterhielt sich mit ihrer
Freundin am handy. So erfuhren wir unaufgefordert von
ihrem einzigen Sohn, das sie ja geschieden sei und das
Sorgerecht hatte. Der Sohn aber gerade eine Prüfung
vermassselt hatte, das das ja aber keiner
wissen sollte, wie die Leute halt so reden. Da hatten wir
erst die Station  Rathaus hinter uns. Zwischen Rathaus und
Opernplatz erzähle sie ihrer Freundin und uns das sie auf
dem Weg zur Kärntnerstrasse sei und ihre Seele ein wenig
baumeln lassen wollte beim shoppen, brauch ja auch nicht
jeder zu wissen. Im Büro (Anwalt) habe sie Stress und den
wollte sie überkommen. Wir stiegen an der Oper aus und
dachten, jetzt ist dieser Alptraum zu Ende. Im Interio,
einem Designgeschäft trafen wir sie dann wieder zwischen
den Regalen, weiter mit der selben Freundin telefonierend.
..Man erfuhren, man sehe sich ja zu selten. Wir haben dann
Lampen  gekauft und den Preis reklamiert (von Kasse zum
Verkäufer gegangen und dann wieder zurück). An der Kasse
bezahlte laut sprechende gerade ihre Frustkäufe  (Kerzen,
Platzdeckchen und hatte immer noch das  handy am Ohr.
Die Sachen auf die Theke
gelegt und munter weitersprechend.
Inzwischen lebten wir mit ihr schon eine dreiviertel Stunde.
Es veranlasste mich zu der Bemerkung: Die telefoniert auch
noch im eigenen Sarg. Auf dem Nachhauseweg schaute ich
mich mehrmals scheu um, wenn ich Stimmen hörte. Es hätte
ja wieder die irre handy Frau sein können.
Daheim schaute ich bei Google und Wicki nach den Symptomen
der Telefonitis. Ich habe zwei gefunden neben der Vodafonitis,
Verbal Diarhoe und den schmerzhaften handy Arm (ähnlich
dem Tennisarm). Also ist das garnicht so selten.  Ich hatte
dann eine gute REMPhase, bin aber dann panikartig
aufgewacht, weil ich eine weibliche Stimme im Stiegenhaus
telefonieren gehört habe. … das ist doch hoffentlich nicht
wieder die Gestörte.
Sie war es nicht.
Die Linie 2 fahre ich nunmehr nur noch mit Ohrhörern
an meinem I-TOUCH Der unbekannten Frau wünsche ich
viele, viele berichtenwerte neue Erlebnisse.

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