my love

meine ganze ungeteilte Liebe
ist die Stadt Wien. Ich bin dort so um die 5-6x im Jahr
und immer wieder entdecke ich neue Facetten dieser Stadt.
Ich bin mit der politischen Führung in diesem Lande total
über Kreuz. Gut das Menschen die Stadt machen und nicht
Politiker. Es wundert mich nicht das sie schon seit Jahren
auf dem ersten Platz im ranking steh, dann auf Start.

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einen anderen, aber genauso treffenden Beitrag darf ich
hier veröffentlichen. Ein wunderschöner Text von einem
Facebook Freund, der unserer Familie geholfen hat das
Zarah, Mohammed, Ainaz und Aidaa (afghanische
Asylsuchende) den Aufenthaltsstatus (Pässe) nach
4 Jahren Wartezeit gewährt wurde. Danke Götz Schrage

Österreich Du coole Socke
– Die Liebeserklärung eines assimilierten Piefkes
zum Nationalfeiertag

Es ist so schön, dass die Österreicher
in Österreich leben. Von denen kann
mansoviel lernen. Diese nachlässige
Schlampigkeit, dieses sich niemals
adäquat vorbereiten auf Probleme,
dieser Glaube, dass das alles
irgendwie gehen wird. Ich verlängere
meinen Vertrag des Hierseins immer
nur um ein Jahr und wenn es dann im
Januar zum ersten Mal richtig schneit
und alles zusammenbricht, als
ob man mit allem rechnen hätte
können, außer mit Schneefall im
Januar, bin ich glücklich und
verlängere um ein weiteres Jahr.

Es ist so schön, dass die Jugoslawen
in Österreich leben. Von denen kann
man so viel lernen. Von den Männern
kann man lernen, dass es so grandios
ist ein Mann zu sein.
Dass man sich nicht schämen muss
etwas zu haben und, dass man das
zeigen darf, ja quasi zeigen muss.
Und desto weniger man dafür
wertadäquat in Vorleistung
gehen musste, desto schöner ist das
Ding. Es ist so wunderbar, dass
die Jugoslawinnen da sind.
Die haben Österreich aus dieser
verklemmten Dirndlkultur geholt.
Die Jugoslawinnen sind Österreichs
Brasilianerinnen und
Puerto Ricanerinnen gleichzeitig.
Alles was an gegenwarts-
bejahender Buntheit und Raffinesse
gibt verdanken wir ihnen. Schon
deswegen liebe ist sie alle und
vielen durfte ich das persönlich
gestehen und jede von
ihnen wird immer einen Platz
in meinem Herzen haben.

Es ist so schön, dass die Türken
in Österreich leben. Von denen kann
man so viel lernen. Die Türken haben
uns das Kochen und Essen beigebracht.
Vorher gab es die vermanschte
Knoblauchsalzkultur zubereitet in
uneinsichtigen, prekären Beislküchen.
Mit den Türken gab es den Blick auf
den Koch, die Sauberkeit, die
frische Zubereitung, die Röstaromen
und den Döner.
Schon alleine dafür muss man sie
lieben. Und man muss sie lieben,
weil sie wissen, wie man Fernsehen
schaut. Leise und es wird immer
gesprochen, weil das Sprechen immer
wichtiger ist, als das, was da an
Bildern flimmert. Und wir können von
ihnen die Würde lernen,
wie sie mit ihren älteren Verwandten
umgehen und vieles mehr.

Es ist so schön, dass die Romas
in Österreich leben. Von denen kann
man so viel lernen. Man kann das Lachen
von ihnen lernen und wie man eine
Geschichte erzählt.
Man kann das Beobachten von ihnen
lernen und dieses Gefühl, welcher Worte
welcher Mensch braucht, und was
jemand ganz besonders nicht braucht.
Man kann diesen Stolz auf das Schöne
von den Romas lernen und dass
es viel gescheiter ist, Geld, dass man
nicht hat in Glück zu investieren,
als Geld, dass man hat in Unglück.
Ohne die Romas wären wir so viel
ärmer in quasi allem.

Es ist so schön, dass die Iraner
in Österreich leben und die Polen
und die Tschechen und die Ungarn.
Und die Afrikaner, und die
Tschetschenen und die Ägypter und
die Libanesen.
Es ist so schön, dass noch andere
Piefkes hier leben und die Ungarn,
und die Russen mit den russischen
Pässen und die Russen mit den
israelischen Pässen.
Es ist so schön, dass Spanier hier
leben und die Italiener und die
Franzosen.
Es ist so schön, dass alle die
hier leben, die ich nicht extra
aufzähle, weil das alles zusammen
ist Österreich und Österreich ist
immer noch das schönste
Land der Welt, weil es
eben so ist, wie es ist.